#Metaware Tetris Attack Turnier

#Metaware Tetris Attack Turnier

Hi. This is weird.

Nach langer Abstinenz auf diesem Blog BLAH BLAH BLAH [...] außerdem ist die Software zwischendurch irgendwie flöten gegangen BLAH BLAH BLAH [...] und das Archiv ist daher leer [...]

Im letzten Jahr hat sich in Sachen Hommage sehr viel getan. Aus der Idee Hommage wurde mittlerweile ein Geschenkwarenladen mit Namen Metaware, welcher sich in der Reindorfgasse 39 im 15. Wiener Gemeindebezirk befindet. Dort gibt es Selbstgemachtes und Kreatives aus den Bereichen Popkultur, Videospiele, Film und Fernsehen. Dieses Wochenende wird dort ein Tetris Attack Turnier ausgetragen, am Samstag ab 15 Uhr. Dazu gibt es dieses Facebookevent. Wenn auch sehr kurzfristig und überhastet soll dies der erste Blogbeitrag seit langem sein, der jedoch hoffentlich eine Renaissance des Schreibens einleitet.

Falls mich wer vermisst hat: ich habe 2013 zum Beispiel den Futblog gegründet und beschrieben. Virtuelle Besuche dort sind herzlich willkommen. Sonst findet man mich in meinem Gschäft. Bussi, eure Katja.

Ikea Bügelperlen und der Nerd in mir

Ikea Bügelperlen und der Nerd in mir

Es war einmal ein kleines Mädchen, das sehr viel Geduld für Handarbeiten hatte und sehr viel Fernsehen geschaut und Videospiele gespielt hat. Es hatte wenig Freunde und entwickelte im Erwachsenenalter kleine Anzeichen von OCD. Später lernte sie jemanden kennen, der ADHS hatte und ihr ein Bügelperlenset schenkte. Seitdem macht sie in ihrer Freizeit nichts anderes mehr, als Bügelperlen zu stecken und zu bügeln. Später möchte sie daraus Schmuck fertigen und tragen. Ende.

Wie man konsumieren soll. Gedanken zu kundenkennwort

Wie man konsumieren soll. Gedanken zu kundenkennwort

Ein neues Projekt im Internet möchte ich heute mit meinen Gedanken bewerfen. Es handelt sich um kundenkennwort.at, ausgedacht und gemacht von Uschi ”Einwohnerin von Geekland” Fuchs und Iwona ”Internet Ninja” Wisniewaska. Im About der Seite kann man nachlesen, was die Motivation hinter kundenkennwort.at ist und was genau auf der Seite passieren soll:
Die Plattform kundenkennwort.at dokumentiert und veröffentlicht verschiedenste Vorkommnisse im Bereich des Kundenservices zwischen Privatkunden und Unternehmen. Wir wollen durch Transparenz einen Beitrag zur Verbesserung des Services und der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen schaffen.”
Es läuft also so ab, dass ein Nutzer seinen Kundenservice(un)fall schildern kann und das dazugehörige Unternehmen kann dies dann kommentieren, wenn es mag. Wohlgemerkt werden aber alle besonderen Vorkommnisse dokumentiert, also auch positive! So fair sollte man sein. Man merkt aber erstens an der Verteilung und wohl auch an der Motivation hinter dieser Seite, was eigentlich im Vordergrund steht. Wozu sollte man sonst “eine Lösung suchen” wollen, wenn der Kundenservice super war? Der Augenmerk wird natürlicherweise auf den Beschwerdefällen liegen, und zwar aus dem Grund, dass man guten Kundenservice auch gar nicht bemerken sollte. Wenn alles glatt läuft, ist es normal. So soll es sein. Tritt ein Problem auf und wird nicht professionell, rasch und gratis gelöst, ist das Unternehmen schuld. Und was passiert, wenn das Unternehmen schuld ist? Kunde wird wütend und muss sich in seinem Zorn und seiner Enttäuschung ausdrücken. Sei es nun bei seinen Freunden, der Hotline oder jetzt ganz neu – auf kundenkennwort.at. Das beste Mittel gegen Kummer ist nämlich immer noch, Zustimmung von anderen Betroffenen zu bekommen und sich gemeinsam aufzuregen.
Ein Beispiel möchte ich euch nicht schuldig bleiben. Es geht um das Kündigen bei T-Mobile:
Ich versuche jetzt schon seit einer Woche meinen Vertrag bei T-Mobile Austria zu kündigen. Zuerst war ich persönlich im Store in Wels (weil mir das eigentlich am einfachsten vorgekommen ist). Dort wurde erklärt, dass ich nur schriftlich oder über die Hotline kündigen kann.” etc pp
An dieser Stelle muss ich aus Transparenzgründen sagen, dass ich selbst in einem Callcenter für ein Kommunikationsunternehmen gearbeitet habe. Am Telefon bekommt man sehr viel Anfragen in dieser Art, die ich zwar vom Prinzip her verstehen kann, die Reaktionen darauf aber eher nicht. Es ist nämlich so: Verträge haben AGBs, und man unterschreibt diese. Es ist kein Fall von Kundenservice, wenn man sich eine andere Methode zur z. B. Kündigung des Vertrages wünscht. Diese Anfragen haben ein Protokoll, ohne das die Sachen nicht bearbeitet werden können. Im Speziellen werden die Menschen, die für so große Unternehmen wie T-Mobile arbeiten, nur unzureichend ausgebildet und halten sich deswegen so genau an diese Protokolle. Es nützt gar nichts, einen Menschen am Telefon oder im Shop über die Rechtslage aufzuklären. Im Unternehmen wird sich nämlich nicht unbedingt daran gehalten. Siehe die ständigen Prozesse gegen diverse AGBs. Als Mitarbeiter hat man sich aber nicht an das Recht zu halten, sondern an die geltenden AGBs. Und man kann als Kunde gerne rechtliche Schritte einleiten und den Verbraucherschutz anrufen, aber das passiert nur allzu selten. Vielmehr wird geschimpft und gewettert und die Mindestlohnverdiener bekommen es tagtäglich ab. Am besten ist der Spruch nach einer solchen Schimpferei: “Aber ich weiß, sie können ja nichts dafür.” Nein, noch schlimmer. Nicht nur können diejenigen nichts dafür, die leiden nochmal extra unter diesen Unternehmen, da sie als Arbeiter genauso beschissen werden wie die Kunden. Und zum Glück tragen Kunden und Mitarbeiter diese Kämpfe unter sich aus und niemand bekommt es mit. Beschwerdeabteilung? Fehlanzeige.
Ein anderes Beispiel zeigt, wie ein einzelner Mitarbeiter für ein Unternehmen herhalten muss: ein Spediteur ist faul, macht sein Handy einfach so aus und verzögert die Lieferung. Die Verteilung von Individuum und Unternehmen sind also in beide Seiten gestört. Ich nenne das der Einfachheit halber Entfremdung. Das Denken über Firmen, Unternehmen, Arbeitern und Geld führt zu seltsamen Annahmen, wer im Recht ist und wer nicht. Das Sprichwort “Der Kunde ist König” stammt aus einer Zeit, als es noch keine Arbeitsbienchen gab, die dafür genutzt wurden, um der Firmenpolitik ein nettes Gesicht zu geben.
Was mich bei kundenkennwort.at allerdings auch noch nachdenklich stimmt: diese Seite ist eine non-profit-individual-idea Sache. Dahinter steckt also kein großer Plan, damit reich zu werden oder berühmt. Iwona und Uschi verdienen daran nichts, sie sind halt gern im Internet und machen social media. Und wollten vermutlich einfach mal wieder was gemeinsam machen. Und dann denken sie sich eine Plattform für unzufriedene Kunden aus? Keine Tierbilder, keine youtube-Videos, keine Filmrezensionen oder sonstwas, sondern kundenkennwort.at? Sich mit Problemen von nervigen Kunden beschäftigen? In der Freizeit? Unternehmen zu Kommentaren auffordern? Ohne Bezahlung? Zum… Spaß? Ok… ein bisschen entrinnt mir der Sinn dahinter. Aber ich muss zugeben: ich bin für diesen Arbeitsmarkt eben nicht geschaffen, und vielleicht ist das auch gut so. Hab euch lieb, eure Katja.

Gender Studies, SoSe2013

Gender Studies, SoSe2013

Hi Kids, eigentlich wollte ich im Sommersemester 2013 nach meinem Bachelor der Slawistik noch einen Master in Gender Studies hinterherhängen, weil ich 1) studieren so liebe, 2) thematisch großes Interesse habe und sich viel Halbwissen über Geschlechterverhältnisse in mir sammelt, dass mich oft in Erklärungsnot bringt und 3) kann ich mit einem Slawistikbachelor allein eh nichts anfangen. Ich kann nicht jedesmal anfangen zu weinen, wenn ich auf Facebook so dumme Sachen sehe wie “Cathrine says that if I can get 1M likes, she will have s_x with me” – ich muss es auch inhaltlich zu verstehen versuchen, was genau dahintersteckt: sexuelle Selbstbestimmtheit, Machtverhältnisse und so weiter. Daher Gender Studies. Nur: scheinbar habe ich in diesem Semester großes Pech, denn die Lehrveranstaltungen des (verpflichtenden) Eingangsmoduls haben 2013 folgende Zeiten:
Guided Reading, MO 14-tägig 18-21 Uhr
Übung, MO 17-18:30 Uhr
Vorlesung, MO 16:30-18 Uhr
Schade, denn erstens wird es niemand schaffen, das Modul innerhalb eines Semesters fertigzustellen, da es sich zumindest nicht ausgeht, die Übung zu machen, Vorlesung und Guided Reading jedoch schon (ist auch im selben Raum) und zweitens habe ich einen Abendjob von 16:30-21 Uhr. Den ich mir, BY THE WAY, zugelegt habe, um nebenbei zu studieren. FUN. Ich kann nur hoffen, dass sich an den Zeiten noch etwas ändert, sonst lass ich dieses Semester einfach aus und hoffe auf ein Wunder im Wintersemester. Hab euch lieb, eure Katja.

Mein neues Hobby II

Mein neues Hobby II

Ich stricke nun schon fast 2 Jahre leidenschaftlich gern, yarn bombing inkludiert. Was bisher aber eher im Schrank lag, wurde kurz vor Weihnachten auf magische Weise wieder interessant: mein Stickgarn. Zum Warmwerden gibt es erstmal nur Text, den man mit diesem Tool schön generieren kann. Als Draufgabe nehme ich noch Pixelart in mein Repertoire auf. Vorlage gibt es genug im Netz, von Mario über Kirby, Space Invaders oder Pacman. Irgendwann möchte ich das so gut beherrschen, dass ich keine Vorlagen mehr brauche, aber das wird noch lang dauern. Bis dahin empfehle ich euch meinen etsy-shop, in dem ihr meine Werke anschauen und kaufen könnt. Hab euch lieb, eure Katja.

Heute gekauft pt. I

Heute gekauft pt. I

Ein beliebtes (kapitalistisches, einfallsloses, leicht erstelltes) Bloggerspiel heißt “Was habe ich heute gekauft” und geht so: man macht ein Bild der frisch getätigten Einkäufe, beschreibt die verschiedenen Stücke und gibt am besten noch an, wie viel man dafür ausgegeben hat. Ich muss vorweg eines zugeben: in meiner Spätpubertät (zwischen 18 und 20) war meine liebste Beschäftigung im Internet das glamour.de Forum, welches ich zum Ausgleich des spex-forums sehr gebraucht habe. Dort sah ich täglich beauty und fashion in Hülle und Fülle und brauchte eigentlich gar nicht aus dem Haus. Damals hatte ich überhaupt kein Geld. Heute hab ich mehr Geld! Was mir aber immer eigen bleiben wird, ist Geiz. Manche nennen es Sparsamkeit. Dieser Einkauf oben am Bild ist 25,39 Euro wert (und eine 5 Euro Gutschein habe ich dazu bekommen) und wurde in 3 Läden gekauft. Aber der Reihe nach.
Die Spangen kosten 1,49 Euro und sind vom Müller. Ich habe extrem feines Haar und muss aufpassen, dass mir Haarschmuck überhaupt “passt”. Meistens fassen Spangen und Clips zuviel Volumen, so dass meine millimeterdicke Strähne (die Hälfte meines Kopfhaares) sofort rausfällt. Daher sind Kinderspangen eigentlich ideal für mich, die gab es aber nicht in Schwarz. Daher ein gewagter Probekauf von mir: Erwachsenenspangen von yes. Ich werde berichten.
Oben links seht ihr eine Mappe von der Ersten Bank. Dort habe ich einen Bausparvertrag abgeschlossen. Das nur am Rande. (Er war gratis)
Da ich noch keinen Kalender für 2013 habe, hoffte ich beim Thalia auf einen Abverkauf. Fehlanzeige, offensichtlich habe ich noch nicht lang genug mit meinem Kauf gewartet. Nur Wandkalender waren verbilligt. Einen schönen Wochenkalender von legami habe ich mir trotzdem gegönnt, da ein Pinguin drauf war und er nur 5,95 Euro gekostet hat. Drinnen sind leider keine weiteren Pinguine. Katja traurig.
Das beste am Einkauf war mein Besuch bei H&M. Wie immer bin ich sehr frustriert durch die Damenabteilung gegangen. Divided hab ich gewöhnlich am liebsten, doch dort ist seltsamerweise wieder Totenkopfrevival. Als ich einen kleinen Jungen mit einem Bart Simpson Shirt gesehen habe, musste ich kurz in die Kinderabteilung und mir das auch holen (12,95 Euro). Dann sah ich noch die reduzierte Mopsshort und die musste ich auch haben (5 Euro).
Denn merke: ich habe zwar Erwachsenengröße 40 bis 42 und gelte dank meiner geringen Körpergröße schon als plus size, dafür passen mir aber Kindersachen. Ätsch. Dort kann ich zwischen Buben- und Mädchenabteilung frei wählen. Aufpassen muss ich nur bei der Hüftgegend, nicht aber bei Busenumfang (B-Körbchen hat ja jede 13-jährige) oder Schuhgröße (37). Billiger als bei den Großen ist es sowieso (meistens).
ein schönes Wochenende wünsche ich euch, eure Katja.

Linguistische Analyse der Namen “knallgrau” und “brand eins”

Linguistische Analyse der Namen “knallgrau” und “brand eins”

In meiner Diplomarbeit habe ich mich mit augmentierten Adjektiven beschäftigt und solche deutschen Wörter wie “scheißegal”, “wunderschön” oder “hundsrotzdumm” untersucht. Folgende Eigennamen können auf diese Weise analysiert werden: “knallgrau” und “brand eins“. Da es zwischen beiden Wortbildungen einen gewissen Unterschied gibt, nehmen wir uns “knallgrau” zuerst vor, da es eindeutiger in das Schema eines regelkonformen augmentierten Adjektives passt.
Die Bildung “knallgrau” splittet man in das Erstglied “knall-” und das Adjektiv “grau”. Typischerweise verbindet sich “knall-” mit hellen Farben: knallrot, knallgelb oder wird zum Sammelbegriff knallbunt. Es gibt keine semantische Verbindung zwischen dem Substantiv “Knall”, welches ein lautes, kurzes Geräusch bezeichnet. Nur im übertragenen Sinne sind diese Farben laut und schrill. Man kennt diese metaphorische Bedeutung von Wortverbindungen wie “knalliges Rot” o. Ä. Allein dunklere Farben nehmen das “knall-” in der Regel nicht als Erstglied zur Steigerung: ?knallgrün, ?knallblau, ?knallbraun. Die Nichtfarben “weiß” und “schwarz” nehmen das Erstglied noch weniger an: *knallweiß, *knallschwarz. Auch “grau” gilt als Nichtfarbe – als Mischung aus Weiß und Schwarz gilt Grau als langweilig und unspektakulär, eben: ein farbloser Charakter. Umso interessanter ist die Kombination “knallgrau” – das Erstglied bereitet auf etwas farblich oder zumindest stofflich gesteigertes, intensiviertes vor, wie eben bei den Beispielen “knallrot” oder auch “knallhart”. Das Zweitglied “grau” bedingt einen metaphorischen Gegensatz innerhalb der Wortbildung. Von allen Farben passt “grau” scheinbar am wenigsten zusammen mit “knall-”, die Kombination erwirkt aber den Gedanken an etwas Unmögliches, Besonderes. Da es als Firmenname fungiert, ist das Interesse des Kunden geweckt und es wirkt, als gäbe es dort etwas, was woanders nicht geboten wird.
Der Titel des Magazins “brand eins” begründet sich laut Wikipedia auf folgendes Wortspiel:
Der Redaktionssitz in Hamburg befand sich ursprünglich in der Brandstwiete 1, gleichzeitig bedeutet der englische Begriff “brand” in der Wirtschaftssprache auch “Marke”.
Linguistisch lässt sich das dennoch weiter interpretieren. “Brandneu” ist eins der meist benutzten augmentierten Adjektive im Deutschen. “Brand-” als steigerndes Erstglied ist aus Wendungen wie “brandheiß” entstanden, da es eine Komposition mit logischer Paraphrase ist: ‘heiß wie ein Brand’ (das kann man mit keiner Wortbildung mit “knall-” machen!) Natürlich trifft das bei “brandneu” nicht zu (?’neu wie ein Brand’). Irgendwo dazwischen liegen die Bildungen wie “brandgefährlich” (‘gefährlich wie ein Brand’). In der Bedeutung ist “brand-” aber genau das selbe wie “knall-”, nämlich ein Steigerungserstglied ohne Eigenbedeutung im Kontext. Wie aber kommt es zu “brand eins”? Es fällt zuerst auf, dass die zwei Worte nicht zu einem zusammengezogen worden sind. Außerdem ist “eins” kein Adjektiv, sondern ein Zahlwort, dass sich zwar in vielerlei Hinsicht verhalten kann wie ein Adjektiv, jedoch eine andere Wortart ist. Klassischerweise lassen sich Adjektive steigern (“neu – neuer – am neuesten”), Zahlworte hingegen nicht. Wie bei vielen absoluten Adjektiven, die man inhaltlich nicht steigern kann (“tot”, “blond”) verwendet man Augmentation. Um also den Eindruck entstehen zu lassen, es handle sich bei einem Magazin um ein immer aktuelles, innovatives und uneinholbar modernes, am Puls der Zeit erscheinendes Schriftstückt, nennt man es “brand eins”. Die “Eins” dient zusätzlich dem Eindruck, an vorderster Stelle verortet zu sein. Zudem ist die “Eins” sehr simpel zu verstehen und bildet das Prinzip ‘Anfang’ ab, das ohne Traditionen und Alteingesessenheiten auskommt. Unvoreingenommen und Neu.
Danke für eure Aufmerksamkeit. Hab euch lieb, eure Katja.

Warum ich dir nicht auf Twitter folge:

Warum ich dir nicht auf Twitter folge:

Lieber Freund,

hier ist eine (unvollständige) Liste an Gründen, warum ich dir auf Twitter nicht folge. Anzuwenden ist die Liste auch, falls ich dein Blog nicht wirklich lese oder dich bei Facebook als “nur wichtige Aktualisierungen anzeigen” markiert habe. Du musst wissen, dass diese Liste nur inhaltliche Punkte umfasst. Falls du also eine Firma, ein Bot oder eine offizielle Vertretung von xy bist – also nicht du selbst – dann stellt sich mir die Frage schon gar nicht, dir zu folgen, denn das wäre zwar unterhaltsam, aber Twitter ist für mich kein Tumblr. Deshalb folge ich nicht einmal Sockington - die Katze auf Twitter, die lustig zum Lesen ist, aber in meiner Timeline einfach nichts zu suchen hat. Also hier nun die inhaltlichen Gründe:
1) Deine Tweets sind unansehnlich. Ja gar unästhetisch. Das fängt vielleicht bei deinem Namen an (Sonderzeichen, Unangezeigtes), geht über dein komisches Avatarbild (falls vorhanden), manifestiert sich aber wirklich in den Tweets selbst: überall Hashtags, Abkürzungen und Links mit abtörnender ShortURL. Selbst wenn mich das Thema interessieren würde, ist ein anklicken so unrealistisch wie der Durchblick zum Inhalt. Beispiel. noch ein Beispiel. Man merkt, dass ich mir keine Zeit nehme beim Lesen. Falls ich länger als eine Sekunde zwischen Text, Link und Hashtag nicht verstehe, was der Tweet soll, ist er für mich wertlos und ich brauche dir nicht folgen. Denn Twitter sollte keine Arbeit sein.
2) Falls du Twitter als Chat verwendest und es zwischen dir und einem anderen, von mir gefolgten Twitterer einen Flirt oder Streit gibt, dann muss leider einer von euch gehen. Es gibt sowohl die Nachrichtenfunktion als auch eine natürliche Schamgrenze. Wenn man merkt, dass sich die Unterhaltung über mehr als 5 Minuten hinzieht, ist einer draußen. So ist das. Wenn ich mal nicht hinschau, habt ihr beide Glück.
3) Wenn du ein sogenannter Favstar-User bist, also ein Twitterer der es auf Favs only abgesehen hat, hast du so gut wie keine Chance bei mir. Manchmal ist das sogar schade um die gute Unterhaltung und die Sprüche, die ich sehr wohl wertschätzen kann, aber das Vergnügen wird geschmälert durch deine Unpersönlichkeit (Unnahbarkeit fast), das Fehlen eines Zusammenhangs und auch die fehlende Verortung. Man sollte auf seine Umgebung Acht geben. Man sollte als Leser merken, dass man ein authentisch lebender, lustiger Mensch ist, und kein Bot. Beispiel. 43 Favoriten und kein erkennbarer Mensch.
4) Falls du nichts kannst als vague-tweeting a la “Heute ist so beschissen”, “Wow, ich habe gerade tolle Neuigkeiten bekommen” und “Wisst ihr was?” – dann muss ich aus Selbsthass sofort entfolgen, denn es ist nur mehr nervig, sowas zu lesen. Ich mach es selbst oft genug und will mir dafür eine reinhauen. Für sowas ist Twitter nicht da – es ist für die allerkleinste Info über das Abendessen oder den Stuhlgang da, aber nicht für eine reine Nichtinfo.
5) Hast du 5,67 Kilometer in 1,21 Stunden mit runtastic hinter dir oder sind deine Anführer dieser Woche bei last.fm Mumford & Sons mit 8 Plays? Und sonst nichts? Dann lass mich in Ruhe. Wozu hast du einen Account wenn du ihn nur durch Apps fütterst? Ugh.
6) Produzierst du keinen Content, sondern besteht dein Account nur aus Replies und Retweets? Dann gibt es auch keinen Grund dir zu folgen. Am schlimmsten ist es, Replies zu Retweeten oder #ffs. Lass das. Schreib mal, wie’s dir geht.
7) Wenn du nur genau zwei Themen in deinem Leben hast, über die du gerne twitterst, und zwar Straßenbahn und Arbeitsplatz, wird schnell klar, für welchen Zweck du Twitter benutzt: aus Langeweile. Jeder kann sich an der Haltestelle über die öffentlichen Verkehrsmittel aufregen, weil man ja gerade wartet und man gefrustet und gelangweilt zugleich ist. Wenn diese Art Tweets mehr als 50% deiner Timeline ausmachen, macht dich das nicht nur auf Dauer unsympathisch, sondern auch weniger lesenswert.
In diesem Sinne: Gratulation an die 200 Leute, denen ich folge! Hab euch lieb, eure Katja.

Hommage an Twitterer

Hommage an Twitterer

Wenn mir ganz fad im Schädel ist, mach ich Fotos von mir nach Vorbild von Twitterern. Jup. Zum Beispiel hier, an Teresa. Hab euch lieb, eure Katja.

Winterschuhe

Winterschuhe

Es ist jedes Jahr das gleiche: der Winter naht, die Gefahr auf Kälte und Nässe steigt, und ich denke mir, dass ein paar schöne Stiefel schön wären, um durch die Jahreszeit zu gehen. An den Füßen der Leute um mich herum seh ich aber nur: Ugg Boots (Verschnitte) und Reiterstiefel. Beides ist zum Kotzen und nicht vertretbar. Ich hätte nur gerne ganz einfache Stiefel oder Stiefeletten, die bitte ohne Absatz auskommen (Absatz im Winter, bei Schnee und Glätte, das ist einfach nicht logisch). Das gibt es nur mit 1000 Schnallen dran. Ok, dann akzeptiere ich eine Schnalle – das geht nicht ohne Absatz. Und so weiter und so fort. Am Ende lande ich immer wieder in der Sportschuhabteilung. Wenigstens die sind flach – haben aber weder ein gutes Profil, noch sind sie für Vorstellungsgespräche geeignet. Das Ergebnis meines Kaufes seht ihr oben. Eine Mischung aus Kinderschuh und Gummistiefel. Dann kann meine Suche nach tatsächlichen Stiefeln ja weitergehen. To infinity. Hab euch lieb, eure Mag. Katja.